Zinsentwicklung, Expertenbefragung und Prognose

Alle Zins-Infos hier für Sie!

Nutzen Sie das historisch günstige Zinsniveau! Aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Wir zeigen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen im Überblick. Überzeugen Sie sich:

Die Darstellung der Zinsentwicklung basiert auf den Zinssätzen der Konditionsangebote, die von unseren Produktpartnern über die Interhyp AG im ausgewählten Zeitraum im Rahmen einer Vermittlung eines Darlehensvertrages angeboten wurden. Trotz ausgewählter Sorgfalt kann die Interhyp AG für die vorliegende Darstellung keinerlei Haftung übernehmen. Die aktuellen Zinssätze für Ihre individuelle Baufinanzierung erfahren Sie bei Ihrem Finanzierungsberater.

Wie werden sich die Zinsen für Immobilienkredite weiter entwickeln? Werden sie steigen, fallen oder eher gleich bleiben? Wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer gibt Antworten auf der Basis einer Expertenbefragung. Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer bekommen Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. Damit können Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis stellen und sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen sichern. Wenn Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen, lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.

 

Aktuell: Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent. Laut der Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom 7. Januar 2021 bietet das weiterhin niedrige Zinsumfeld positive Impulse für Immobilieninteressenten. Die derzeitige Pandemieentwicklung und ihre Auswirkungen verzögern die wirtschaftliche Erholung, vermuten die Experten. Im Verlauf von 2021 erwarten sie daher ebenfalls niedrige Bauzinsen, vor allem im ersten Halbjahr. Im weiteren Verlauf von 2021 ist jedoch ein leichter Anstieg möglich.

Aktuelle Zinsen im historischen Kontext: Zins-Charts

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie heute. Auch im Januar 2021 sind sie günstig und befinden sich weiterhin nahe dem Allzeittief vom März 2020.

 

Damit sind die Zinsen in den letzten zwölf Monaten auf einem so günstigen Niveau wie nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Früher und heute - unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich. Letztlich kann natürlich niemand genau sagen, ob die Zinsen für Baudarlehen eine Entwicklung nehmen, die günstig oder doch eher ungünstig ist. Wenn Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, sollten Sie aber nicht zu lange warten und günstige Zinsen für sich nutzen - aber die Finanzierung wohl überlegt und mit guter Beratung angehen.

Zins- und Marktumfeld

Nach der Einigung beim Handelsabkommen im Zuge des Brexits in letzter Sekunde und dem absehbaren Einzug Joe Bidens ins Weiße Haus könnten die politischen Einflüsse auf das Marktgeschehen in 2021 etwas abnehmen - wobei weiter auf die Entwicklungen geschaut werden sollte, wie die aktuellen Ereignisse in den USA gerade zeigen.

 

Deutliche Impulse auf das Marktgeschehen sind vor allem von wirtschaftlichen Verschiebungen und möglichen Neuordnungen infolge der Corona-Pandemie zu erwarten.

 

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Pandemie die deutsche Volkswirtschaft bereits mehr als 200 Milliarden Euro gekostet. Am Ende der Krise könnten es laut den Berechnungen des DIW 391 Milliarden Euro sein. Als große Unbekannte gelten mögliche Unternehmensinsolvenzen. Selbst, wenn die großzügigen Staatshilfen bei vielen Unternehmen greifen, ist im Augenblick kaum absehbar, welche nachgelagerten Folgen die Pandemie auf Innenstädte sowie Regionen oder ganze Branchen hat. Die Prognosen sind, auch nach den aktuellen Korrekturen, fürs Gesamtjahr 2021 eher zuversichtlich, dass die Erholung kommt, trotz des Aufschubs durch die zweite Welle. So geht das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in 2021 insgesamt von einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 3,1 Prozent aus. Das Handelsblatt Research Institut (HRI) rechnet damit, dass die wirtschaftliche Gesamtleistung im neuen Jahr um 3,3 Prozent und 2022 um zwei Prozent wächst.

 

Marktbeobachter blicken in 2021 zudem mit Spannung auf das wirtschaftliche Kräfteverhältnis zwischen den USA und China. Nachdem die Konjunktur in China zum Jahresende bereits deutlich im Plus lag und das Land bisher scheinbar besser mit der Pandemie umzugehen wusste, erwarten nicht wenige Experten eine asiatische Dekade. Welche Auswirkungen dies auf die Dollar-Entwicklung, Exporte und Rohstoffpreise hat, bleibt abzuwarten.

 

Anhaltende Rezessionsgefahr, niedrige Inflation, wachsende Spannungen: Die Notenbanken sind sich der Gemengelage bewusst. Die Kerninflation wird 2021 aller Voraussicht nach gering bleiben. Das Tiefzinsumfeld bleibt damit für die Notenbanker ein wichtiger Konjunkturmotor. Erfolge in der Impfstoffentwicklung könnten zwar Impulse für die Wirtschaft und damit leichte Zinserhöhungen mit sich bringen. Rückschläge oder Verzögerungen bei der Pandemie-Bekämpfung sowie andere Unsicherheiten, etwa politischer Art, könnten das Zinsniveau dagegen weiter drücken. Je nachdem, welche Kräfte überwiegen, kann es wieder leicht nach oben oder nach unten gehen.

 

Die Leitplanken in diesem Szenario bilden die Leitzinsen sowie die Anleihemärkte. Investoren werden anhaltend nach sicheren Anlagen suchen. Die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen wird hoch bleiben ? was deren Renditen niedrig hält. Im Moment liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei rund minus 0,6 Prozent. Die Zinsen für Immobilienkredite, die sich an der Entwicklung der Anleiherenditen orientieren, werden sich daher selbst bei Schwankungen seitwärts bewegen - mit einem Aufwärtstrend zum zweiten Halbjahr.

Der Interhyp-Expertenrat

Die derzeit günstigen Zinsen sollten Sie 2021 für sich nutzen. Die Immobilienfinanzierung ist für viele Menschen der Schlüssel in die eigenen vier Wände. Wichtig ist dabei: Die Finanzierung sollte langfristig sicher und tragbar ein. Die Tilgung ist der zentrale Hebel bei der Entschuldung. Wie sie funktioniert, zeigen wir Ihnen in unserem Video. Wir raten zu einer Anfangstilgung von drei Prozent und mehr - bei Anschlussfinanzierungen in der Regel zu noch höheren Tilgungen.

INTERHYP-BAUZINS-TRENDBAROMETER

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Zinsentwicklung kurzfristig

(4 Wochen)

20%

80%

Zinsentwicklung mittel- bis langfristig

(6 Monate bis ein Jahr)

40%

60%

* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, der Commerzbank, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar und der Sparkasse Hannover zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben. Wir haben auch in Österreich Banken befragt: die Erste Bank und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark. Beide erwarten kurz, mittel und langfristig ein gleichbleibendes Niveau. Die Einschätzung für Österreich haben wir nicht in die Grafik einberechnet.

gleichbleibend

fallend

steigend

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Auf Halbjahres- und Jahressicht halten sechs der zehn befragten Institute steigende Zinsen für wahrscheinlich. Gleichzeitig zeigen die Kommentare, dass das Aufwärtspotenzial insgesamt als eher gering eingeschätzt wird.

Allianz:

"Der Kapitalmarkt diskutiert immer häufiger Inflationserwartungen. Dies zeigt sich auch im erhöhten Interesse, in Immobilien im Sinne von Betongold zu investieren. Eine illiquide Kapitalanlage wie die Finanzierung grundschuldbesicherter Darlehen, wird hier reagieren müssen, da die EZB-Programme, die Zinsen für liquide Titel steuern, in diesem Fall höchstens indirekt wirken."

 

Commerzbank:

"Das strukturelle Tiefzinsumfeld hält auch im kommenden Jahr und vermutlich noch länger darüber hinaus an. Denn die Kerninflation im Euroraum bleibt bei nahe 1 Prozent, die Finanzierungssätze sind historisch niedrig und die Anlagemöglichkeiten in sichere Euro-Assets bleiben begrenzt. Das Aufwärtspotenzial der zehnjährigen Kapitalmarktzinsen bleibt somit begrenzt. Wir sehen die zehnjährigen Renditen von Bundesanleihen in den kommenden Monaten zwar etwas höher, wenn sich die Marktteilnehmer auf das Licht am Ende des Tunnels fokussieren und eine konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwarten. Das Sicherheitsbedürfnis dürfte aber im Jahresverlauf wieder steigen, wenn die Inflation letztlich doch nicht anzieht und die Notenbanken vorsichtig über einen Ausstieg aus den Notprogrammen nachdenken. Zum Ende nächsten Jahres erwarten wir dann wieder fallende Renditen."

 

Deutsche Apotheker- und Ärztebank:

"Die EZB hat mit ihren Maßnahmen im Rahmen der Dezember-Sitzung die expansive Geldpolitik noch einmal bekräftigt, zudem konnte quasi in letzter Minute ein Brexit ohne Abkommen verhindert werden. Trotz der verschärften Corona-Beschränkungen, die die Konjunktur belasten, ist eine Reduzierung der Infektions- und Corona-bedingten Todeszahlen noch nicht festzustellen. Die Möglichkeiten für ein steigendes Zinsniveau sind aus unserer Sicht daher in den kommenden Monaten kaum gegeben."

 

HypoVereinsbank:

"Für die Entwicklung der Kapitalmarktrenditen im Jahr 2021 dürfte die Balance zwischen dem Angebot und der Nachfrage insbesondere seitens des Eurosystems (also den Zentralbanken der Eurozone) von entscheidender Bedeutung sein. Wir erwarten ein Nettoangebot (bereinigt um Refinanzierungen) an europäischen Staatsanleihen im Umfang von 1,3 Billionen Euro und gleichzeitig Käufe im Rahmen der verschiedenen EZB-Wertpapierankaufprogramme in ähnlicher Größenordnung. Damit dürfte das Renditeniveau insgesamt sehr niedrig (in Deutschland negativ) bleiben. Im Jahresverlauf dürfte der sich aufhellende Konjunkturausblick allenfalls zu einem leichten Anstieg der zehnjährigen Renditen im Ausmaß von 0,20 bis 0,30 Prozentpunkten führen."

 

ING Deutschland:

"Mit den neuesten Lockdown-Maßnahmen, die wohl erst noch länger und strenger werden könnten als Anfang Dezember erwartet, werden sich auch die negativen Wirtschaftsdaten zurückmelden. Die Kapitalmarktzinsen könnten dann sogar noch mal sinken oder bleiben mehr oder weniger auf ihren jetzigen Niveaus. Erst im zweiten Quartal sollte ein Anziehen der Konjunktur auch zu leicht steigenden Zinsen führen."

 

MünchenerHyp:

"Die Finanzmärkte schwanken zwischen Hoffnung auf schnelle Impferfolge und Sorgen über die Ausbreitung der neuen Covid-Mutation und den aktuell hohen Neuinfektionszahlen. Wir erwarten weiterhin eine expansive Geldpolitik der EZB und daher stabile Finanzierungskonditionen für Immobilienkredite. Bessere Konjunkturzahlen im Jahresverlauf können für einen leichten Anstieg der Zinsen im langen Laufzeitbereich sorgen."

 

Postbank:

"Wegen der Corona-Krise, die zu einem historischen Einbruch der Konjunktur und einer weiteren Lockerung der Geldpolitik geführt hat, sind die Kapitalmarktzinsen 2020 im Euroraum zeitweise auf ein neues Rekordtief gefallen. In der Folge konnten sich auch Immobilienkäufer über historisch günstige Finanzierungskonditionen freuen. Dank eines Corona-Impfstoffs und umfangreicher staatlicher Hilfen zur Bekämpfung der Pandemie dürfte sich die Wirtschaft im neuen Jahr stark erholen. Zwar wird die Europäische Zentralbank aller Voraussicht nach noch nicht mit einer Leitzinserhöhung gegensteuern, da die Inflation 2021 kaum den Zielwert von knapp zwei Prozent erreichen sollte. Der aufwärtsgerichtete Trend bei Konjunktur und Inflation dürfte aber ausreichen, die wegweisenden Kapitalmarktzinsen etwas nach oben zu treiben. Dementsprechend könnten im neuen Jahr auch die Baufinanzierungszinsen leicht ansteigen - sie werden im historischen Vergleich aber immer noch sehr niedrig bleiben."

 

PSD Bank RheinNeckarSaar:

"Wir denken, dass die wirtschaftliche Erholung, wenn überhaupt, eher verzögert eintreffen wird und die geldpolitischen Maßnahmen die Zinsen tief halten werden. Sollten die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen noch länger bestehen bleiben, könnten die Zinsen sogar nochmals leicht fallen."

 

Interhyp hat auch in Österreich Banken befragt. Eine Einschätzung für Österreich:

 

Raiffeisen-Landesbank Steiermark:

Nach großen Verunsicherungen auf den Kapitalmärkten in einem sehr volatilen Zinsumfeld im 1. Quartal 2020 und mit der damit verbundenen Rezession hat sich das Zinsniveau aufgrund der beispiellosen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen im 2. Quartal auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Aufgrund der Stabilisierung der Wirtschaft im 3. Quartal ist seit dem Sommer eine Seitwärts-Bewegung der Zinsen beobachtbar. Die wirtschaftliche Erholung wurde jedoch durch die 2. Pandemiewelle unterbrochen.

Quelle: Interhyp

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